🍑 MARILLE ODER APRIKOSE – UNTERSCHIEDE, HERKUNFT & VERWENDUNG
Marille = Aprikose – dieselbe goldgelbe Steinfrucht, verschieden benannt je nach Region. Hier erfährst du die Herkunft, die echten Unterschiede zur Mirabelle, Tipps zu Saison, Einkauf & Lagerung sowie die besten Anwendungen in der Küche.

🔎 NAMEN & BEZEICHNUNG
In Österreich, Südtirol und Teilen Bayerns sagt man „Marille“, sonst deutschsprachig „Aprikose“. Gemeint ist dieselbe Art (botanisch: Prunus armeniaca). Der Sprachweg führt u. a. über Latein und Französisch.
🍑 vs. 🍋 MARILLE/APRIKOSE ODER MIRABELLE?
Mirabellen sind keine Marillen/Aprikosen, sondern eine kleine Pflaumenunterart. Sie sind meist 2–3 cm groß, rund, mit glatter Schale – sehr süß und ideal für Konfitüre. Marillen/Aprikosen sind größer, orange bis rötlich und haben eine zarte, leicht flaumige Haut.
🌍 HERKUNFT, SORTEN & GESCHÜTZTE HERKUNFT
Ursprünglich stammen Aprikosen aus Zentralasien/China; über Handelswege gelangten sie nach Westasien und Europa. Berühmt: die Wachauer Marille g.U. – eine EU-geschützte Herkunftsangabe aus Niederösterreich, bekannt für intensives Aroma.
🗓️ SAISON, EINKAUF & LAGERUNG
Saison ist je nach Region Sommer (oft Juni–August). Reif erkennst du sie am Duft, praller Haut und leichtem Nachgeben. Aprikosen reifen nach der Ernte kaum nach – also besser ausgereift kaufen und behutsam transportieren.
🍽️ VERWENDUNG IN DER KÜCHE
Frisch als Snack, im Kuchen oder Strudel, zu Käse, als Konfitüre – und natürlich in österreichischen Klassikern. Die feine Säure balanciert Süßes und passt auch zu Wild, Käse oder pikanten Chutneys.
👨🍳 FEINE REZEPTE MIT MARILLEN
Lust aufs Nachkochen? Zwei beliebte Klassiker – mit Schritt-für-Schritt-Anleitung.
🥃 TIPP FÜR GENIESSER: PRINZ ALTE MARILLE
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⚠️ SICHERHEIT: ZU APRIKOSEN-/MARILLENKERNEN
Bittere Kerne enthalten Amygdalin; daraus kann Blausäure freigesetzt werden. Für Kinder, Schwangere und Stillende nicht geeignet. Erwachsene sollten, wenn überhaupt, nur sehr geringe Mengen verzehren.
🔗 EMPFOHLENE QUELLEN
Für Saison, Einkauf & Lagerung: BZfE – Die süß-saftige Aprikose
Allgemeine Ernährungsinfos zu Obst & Früchten: SGE – Schweizerische Gesellschaft für Ernährung
❓ HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN (FAQ)
Ist Marille dasselbe wie Aprikose?
Ja. „Marille“ ist die in Österreich/Südtirol gebräuchliche Bezeichnung für Aprikose; botanisch ident (Prunus armeniaca).
Was unterscheidet Mirabellen von Marillen/Aprikosen?
Mirabellen sind kleine Pflaumen (Prunus domestica subsp. syriaca): kleiner, rund, glatte Schale; sehr süß. Marillen/Aprikosen: größer, samtig-flaumig.
Wann ist Saison und wie erkenne ich Reife?
Sommer (regional Juni–August). Reife Früchte duften, sind prall und geben leicht nach. Sie reifen nach der Ernte kaum nach – daher ausgereift kaufen.
Wie lagere ich Marillen/Aprikosen richtig?
Empfindlich: kurz bei Zimmertemperatur, rasch essen/verarbeiten. Zum Einfrieren halbieren, entsteinen, flach vorfrosten.
Sind Aprikosen-/Marillenkerne essbar?
Bittere Kerne können gesundheitsschädliche Blausäure freisetzen. Für Kinder/Schwangere tabu; Erwachsene nur sehr geringe Mengen.